Die DRK Rettungshundestaffel Altenkirchen

Eine Rettungshundestaffel im Deutschen Roten Kreuz hat die Aufgabe, in Not geratene und vermisste Personen zu suchen, zu retten und ihnen zu helfen. Sie können uns kostenlos über den Notruf 112 oder auch unter 02602 / 19222 ( Rettungsleitstelle Montabaur ) alarmieren.

Die Rettungshundestaffel des DRK Kreisverbandes Altenkirchen e.V. besteht seit 1998 und ist die am nördlichsten gelegene DRK-Staffel in Rheinland-Pfalz.
 Sie setzt sich zur Zeit aus 13 Teams (bestehend aus Hundeführer/-in und Hund) in den Sparten Flächensuche, Trümmersuche und Mantrailing, sowie 6 Helfer/-innen zusammen. Derzeit sind 3 Teams einsatzfähig (d.h. sie sind geprüft und der Hund trägt eine Prüfplakette) im Bereich Flächensuche, davon 2 Teams zusätzlich auch im Bereich Trümmersuche.



Wir setzen unsere Teams überwiegend in der Flächensuche ein, d. h. wir suchen vermisste Personen in unwegsamem, unübersichtlichem Gelände. Die DRK Rettungshunde durchstreifen dabei freilaufend systematisch das Gelände und zeigen den Fund einer Person z. B. durch Verbellen an. Neben der klassischen Rettungshundeausbildung zum Verbellen verfügt die DRK Rettungshundestaffel Altenkirchen über eine besondere Kompetenz in der Ausbildung des Bringsel-Verweises für die Flächensuche.



Die Überlegenheit des Hundes zeigt sich insbesondere bei Dunkelheit. Schon auf große Entfernung wittert er mit seiner hervorragenden Nase menschlichen Geruch. 
Im Gegensatz zum Mantrailer, für den eine Geruchsprobe der vermissten Person Voraussetzung für die Suche ist, braucht der Flächensuchhund diese nicht, er sucht generell menschlichen Geruch, wobei er in der ca. 2-jährigen Ausbildung gelernt hat, hilfsbedürftige Personen von Einsatzkräften oder Spaziergängern zu unterscheiden.

Unsere ehrenamtlichen Mitglieder werden mit ihren privaten Hunden für diese Anforderungen zu DRK-Rettungshundeteams ausgebildet und geprüft.
Alle unsere Hunde haben zu Beginn der Ausbildung einen Eignungstest auf Landesebene absolviert, die bestandene Familienbegleithundeprüfung ist für Staffelmitglieder verpflichtend.

Um einsatzfähig zu bleiben, muss ein Team spätestens alle 18 Monate die Rettungshundeprüfung erfolgreich wiederholen. Seit Januar 2005 werden DRK Rettungshundeteams nach der gemeinsamen Prüfungsordnung von DRK, Arbeiter-Samariter-Bund, Technischem Hilfswerk und Johanniter-Unfallhilfe nach DIN-Norm geprüft. Damit wird an alle Einsatzteams der großen Hilfsorganisationen der gleiche, hohe Qualitätsanspruch gestellt und die Zusammenarbeit gestärkt. 



Die Hundeführer und Hundeführerinnen müssen Kenntnisse in medizinischer Erstversorgung, Karte und Kompass, Funk, Trümmerkunde, Einsatztaktik, Thermik und anderen Fachbereichen erwerben. Als Teil des Sanitätsdienstes des DRK wird besonderer Wert auf die Fähigkeiten zur fachgerechten Erstversorgung von Verletzten gelegt.



Wir prüfen als eingetragene Bewerter landesweit die Rettungshundeeignung von Anwärterhunden.



Viel Freizeit und Idealismus sind notwendig, um ein gutes Rettungshundeteam zu werden. Das Training, in Theorie und Praxis, findet zweimal wöchentlich (Samstagmorgen und Montagabend) statt, häufig sind aber zusätzliche Termine einzuplanen.